Corona und das Land

Die Online-Zeitschrift Climate and Capitalism, Mitglied des New Yorker MR-Onlinemagazins, hat am 11. März 2020 das folgende Interview veröffentlicht. Darin macht der Sozialbiologe Robert Wallace, Autor von Big Farms Make Big Flu (2016) diese Aussage.

 

Durch den Anbau von genetisch modifizierten Monokulturen werden alle verfügbaren Immunschranken beseitigt, welche die Übertragung von Krankheitserregern verlangsamen könnten. Erhöhte Populationsgrößen und - dichten ermöglichen höhere Übertragungsraten. Solch beengte Verhältnisse drücken die Immunreaktion herab. Hohe Erzeugungsraten, Teil jeder industriellen Produktion, bieten einen sich ständig erneuernden Vorrat für Anfälligkeiten und damit den Treibstoff für die Entwicklung der Virulenz.

 

Er fügt hinzu, "...mit anderen Worten, das Agrargeschäft ist so auf Gewinne ausgerichtet, dass die Auswahl zu Gunsten eines Viruses, der einer Milliarde Menschen das leben kosten könnte, als ein würdiges Risiko gesehen wird...

und er nennt in Folge die wahren Kosten jeder groß angelegten, monokulturell und industriell betriebenen Landwirtschaft...

 

Ohne den Vorwurf einer Monokausalität der Überlegungen und Schlussfolgerungen von Wallace zu erheben, erscheint der Vorschlag sinnvoll, dass - mit dem Ende des großen Agrobusiness - in der Zeit nach dem Industrialismus und zu Post-Petrolium-Zeiten das Ende des Kapitalismus eingetreten sein wird. 

 

 

 

Kein Wald vorm Haus? Warum nicht einen pflanzen?

 

Wußten Sie...? Wind lässt sich direkt in Wärme verwandeln...

Beispiele und Ideen  hier in diesem Journal für Denker und Macher... (leider nur in Englisch)

Innenstadt-Gärten

 
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